Dienstag, 12. September 2017

Herbstgesteck mit Hortensien

 Ich bin mal wieder mit der Gartenschere durch den Garten gegangen und habe Blüten und Früchte für ein herbstliches Gesteck geschnitten. Die Grundlage für das Herbstgesteck sind Hortensienblüten. Daneben habe ich Hagebutten, Karden, Mannstreu, Feuerdornbeeren, Rosenblüten und Efeufruchtstände in unserem Garten gefunden. Ein pinkfarbener Hingucker sind außerdem die Blütenstängel der Kermesbeeren. Die schwarzen Früchte haben die Vögel längst gefressen.
 Auf dem Feld habe ich außerdem einige letzte Brombeeren entdeckt, außerdem die Samenstände der Wilden Möhre, die sich immer so schön einrollen, einige Schafgarbenblüten und ein paar Schneebeeren.
Die Idee zu diesem Gesteck habe ich diese Woche in einer Fernsehsendung entdeckt: ein Blütentablett. Nach langem Suchen habe ich im Keller ein passendes Gefäß dafür gefunden: eine leere Pralinenschachtel aus Blech. Die Blechschachtel wird zunächst zum Schutz vor Feuchtigkeit mit Folie ausgekleidet. Dann schneidet man einen Block Oasis-Steckmasse passend zurecht und füllt ihn in die Form. Zuvor weicht man das Oasis natürlich zunächst in kaltem Wasser ein, damit es sich vollsaugt.
 Und schon kann man nach Herzenslust drauflos stecken. Zu allererst habe ich den Rand der Form mit Hortensienblüten ausgesteckt. Dann wurde nach und nach das Innere mit Blüten und Fruchtständen ausgefüllt.
 Dabei sieht es ganz hübsch aus, wenn man jeweils gleiche Blüten in kleinen Gruppen zusammen platziert. Neben den Hortensienblüten eignen sich vorallem auch die Fruchtstände der Wilden Möhre gut als Füllmaterial.
 Ein farbenfroher Kontrast: orangefarbene Feuerdornfrüchte, Hagebutten und blasslila Schafgarbe-Blüten.
 In knalligem Pink leuchten die Stängel der Kermesbeerenfruchtstände. Dazu passen halbreife Brombeeren perfekt.
 Stachelige Schönheit: die Samenstände der Karden.
 Rote Hagebutten in einem Bett aus hellgrünen Hortensienblüten, Efeufrüchten und weißen Schneebeeren.

Ich hoffe, dass die verwendeten Materialien nach und nach eintrocknen werden. Und wenn etwas nicht trocknet, kann man es einfach durch frische Früchte oder Blüten ersetzen.

Freitag, 8. September 2017

Chelsea-Schnitt fürs Sedum

 Die Fetthenne (Sedum) im Terrassenbeet ist in diesem Jahr nicht auseinandergefallen - hurra! Um die Staude zu stabilisieren und zu kompakterem Wuchs anzuregen, habe ich nämlich zum ersten Mal den sogenannten Chelsea-Schnitt angewendet. Dieser Staudenrückschnitt hat seinen Namen von der berühmten Chelsea-Flower-Show, die immer Ende Mai in England stattfindet. Zur gleichen Zeit muss man also zur Schere greifen und die Staude um ein Drittel kürzen.
 Das ist mir nicht leicht gefallen, denn das Sedum war bis zum 25. Mai schon gut gewachsen und hatte etliche Blütenstände gebildet, die man im Ansatz bereits erkennen konnte. Wie in den beiden vorigen Jahren, zeigten sich aber auch in diesem Mai wieder viele schwarze Flecken an den Blättern. Auch wurden die Blätter schlapp und sahen regelrecht faulig aus - je weiter sie unten am Stängel saßen.
 Also traute ich mich, und ich testete den Chelsea-Schnitt, in der Hoffnung, dass die Pflanze stabiler wachsen würde. Am 25. Mai habe ich den besten Teil der Pflanze abgeschnitten.
 Ich musste schon etwas schlucken, denn schön sah das Ganze nach dem Chelsea-Schnitt nicht mehr aus.
 Es blieben eigentlich nur die geschädigten Blätter übrig.
 Jedoch schon drei Wochen später, am 15. Juni, hatten sich überall an den Stängeln neue Triebe gebildet.

 Gut drei weitere Wochen später, am 8. Juli, sah das Sedum dann schon wieder rundum grün aus. Ganz viele kleine Triebe waren gewachsen.
 Noch einmal zwei Wochen später, am 21. Juli, zeigten sich die ersten Blütenansätze. Die sahen noch sehr mickerig aus, gegenüber den großen Blüten, die ich sonst vom Sedum gewohnt war. Dafür schienen sie aber auch bei Weitem nicht so schwer zu werden.
 Am 13. August, also wieder drei Wochen später, war die Fetthenne zu einer kompakten Staude herangewachsen. Auch die Blütenstände waren größer geworden. Und wie gehofft, ist die Pflanze nicht auseinandergefallen.
Jetzt, Anfang September beginnt sie damit, ihre Blütenstände langsam rot zu färben. Mir gefällt sie in diesem Jahr viel besser. Wir brauchten weder Schnüre, noch Stäbe, um sie zusammenzubinden. Ich werde den Chelsea-Schnitt aufjedenfall wieder anwenden. Man muss nur die ersten sechs Wochen nach dem Schnitt "überstehen", weil die Pflanze gerade dann etwas traurig und gerupft aussieht, wenn im Mai der Garten so frisch und grün aussschaut.
Am Ende aber lohnt es sich, vor allem wenn man Fetthennen hat, die zum Auseinanderfallen neigen. Man kann übrigens den Chelsea-Schnitt auch bei anderen hohen Stauden wie Monarden, Phlox und Sonnenhut anwenden.

Sonntag, 20. August 2017

DIY Zapfengesteck - So geht's

 Ich will schnell noch zeigen, wie ich das Zapfengesteck gemacht habe. Man benötigt für diese Dekoration eine Menge Kiefernzapfen. Andere Zapfen sind natürlich ebenfalls geeignet. Als Grundlage für das Gesteck habe ich zunächst zwei kleinere Blöcke Oasis-Blumensteckmasse mit Holzspießen miteinander verbunden, sodass ich einen größeren Block erhalten habe. Dieser wird mit Moos umwickelt und das wiederum mit Draht befestigt, damit der Untergrund zwischen den Zapfen nicht mehr zu sehen ist. Man muss dabei gar nicht so ganz sauber arbeiten. Wenn so kleine Lücken im Moos bleiben, ist das nicht tragisch. Das sieht man am Ende zwischen den Zapfen nicht mehr.
 Die Zapfen werden einzeln mit Steckdraht angedrahtet und dann Stück für Stück in die Steckmasse gesteckt. Zum Andrahten kann man auch den Wickeldraht von der Rolle ganz gut verwenden. Bitte achtet darauf, die Zapfen jeweils mittig anzudrahten, dann halten sie besser und wackeln nicht so, als wenn man sie nur am unteren Ende andrahtet. (So wie auf dem Bild oben. Das war mein erster Versuch, den ich fotografiert habe. Dann habe ich gemerkt, dass das nicht so stabil ist.)
 Wichtig ist es auch, die Zapfen nicht alle in der gleichen Position anzubringen. Es wirkt lebendiger, wenn die Zapfen mal nach rechts, mal nach links gerichtet sind, mal mit der Spitze nach oben, mal mit dem Boden nach oben. Auf jeden Fall aber sollten sie so dicht wie möglich gesteckt werden.
 Auf der Oberseite kann man außerdem mehrere Glasröhrchen in die Oasis-Steckmasse stecken. Das sind die Vasen für die Blumenfüllung. Geeignet sind zum Beispiel Reagenzgläser, die man aus dem Chemieunterricht kennt.
 Rings um die Glasröhrchen werden weitere Zapfen dicht an dicht angebracht, bis der gesamte Steckblock damit umhüllt ist. Nun kann man die Röhrchen mit Wasser füllen und Blumen hineinstellen.

Sonntag, 13. August 2017

Jetzt kann Weihnachten kommen

 Jedes Jahr im Sommer gibt es in unserem Garten so viele Kiefernzapfen, dass wir gar nicht wissen, wohin damit. Einen Teil verwende ich regelmäßig für die Weihnachtsdekoration. Und auch, wenn ich nicht alle Zapfen zum Dekorieren verbrauchen kann, so freue ich mich doch immer über neue Anregungen. Dieses Jahr habe ich neue Ideen in dem Buch "Die Weihnachtsmanufaktur" von Bloom's gefunden.
 Man kann sich ja nicht früh genug mit Weihnachten beschäftigen. In dem Werkbuch stellen Floristmeister Klaus Wagener und sein Team auf 144 Seiten und in sieben Kapiteln jede Menge dekorative Gestaltungsvorschläge für die Adventszeit vor. Die rustikalen Ideen zum Thema Zapfen haben es mir natürlich besonders angetan. Da habe ich gleich losgelegt und schon das erste Werkstück nachgearbeitet. Das zeige ich am Ende dieses Posts.
 Zunächst aber gibt es noch einen kleinen Blick in "Die Weihnachtsmanufaktur". Da gibt es zum Beispiel ein ganzes Kapitel, das sich mit Äpfeln beschäftigt. Inspiriert von der nordischen Weihnacht wird der traditionelle rot-grüne Farbkontrast hier mit ganz neuen Ideen aufgepeppt. So werden die roten Früchte zum Beispiel mit Wachs haltbar gemacht. Ein Basteltipp, den ich bestimmt auch noch ausprobieren werde. Schließlich habe ich schon im vergangenen Winter mit Wachs experimentiert.
 Sehr gut gefallen mir auch die verschiedenen Anregungen mit Wolle und Filz, auch wenn diese Materialien kein eigenes Kapitel bilden. Da gibt es jedoch beim Thema Amaryllis Vorschläge, wie man mit Wolle und Filzbandumwickelungen die vornehme Weihnachtsblume schön in Szene setzen kann.
Mit Wolle haben die Floristen auch im Kapitel Wintergrün gearbeitet. Auch hier sind die traditionellen Weihnachtsfarben Rot und Grün frisch kombiniert. Mich juckt es schon in den Fingern, einige Zweige der Scheinzypressenhecke vom Nachbarn abzuschneiden, um diese hübschen Kerzengestecke nachzuarbeiten, aber noch ist ja Sommer. Da muss ich wohl noch etwas Geduld haben.
 Geduldig muss ich wohl auch auf die Blüte der Christrose im Garten warten. Dann aber werde ich mir das entsprechende Kapitel noch einmal genauer anschauen. Es gibt außerdem Anregungen zum Dekorieren mit Nüssen und mit Ilexbeeren. Letztere kommen hier in der Region leider nicht so häufig in freier Natur vor. Dafür aber gibt es jede Menge Zapfen. Und weil ich heute Zeit hatte, habe ich schon mal losgelegt und einen Teil verarbeitet.
Noch ist es zu früh für eine Dekoration mit winterlichen Alpenveilchen. Da aber die Herbstanemonen gerade so schön blühen und ebenfalls sehr gut zum Zapfenthema passen, habe ich mein Zapfengesteck damit dekoriert.
Ich empfehle "Die Weihnachtsmanufaktur" jedem, der gerne mit Materialien aus dem Garten und der Natur arbeitet und neue kreative Ideen für die Adventszeit sucht.

Das Rezensionsexemplar wurde mir von Bloom's zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Sommerliche Tischdeko mit Getreide

 Im Juli wird das Getreide geerntet. Auch in unserer Obstbauregion gibt es hier und da einige Getreidefelder. Beim Wandern hat es mich doch sehr in den Fingern gejuckt, eine Handvoll Halme abzuschneiden, um daraus eine sommerliche Tischdekoration zu basteln. 
Nein, ich habe nicht einfach auf dem Feld die Ähren geschnitten. Ich habe gewartet, bis das Getreide gemäht wurde und dann an den Feldrändern geschaut, ob dort noch einige Halme stehengeblieben sind.
 Diese wenigen Ähren haben für meine Dekoration völlig ausgereicht. Das Getreide, das ich verwendet habe ist übrigens Gerste. Die Deko-Idee stammt nicht von mir. Ich habe so eine ähnliche Anleitung auf Pinterest entdeckt. Dort war zwar von Weizen die Rede, aber Weizen hat keine Grannen - also diese langen Borsten.
 Für meinen bunten Gerstenstrauß habe ich jeweils fünf Halme mit Baumwolle in verschiedenen Farben umwickelt. Diese Sträußchen stellt man alle zusammen in eine Vase oder eine Glasflasche und schon hat man eine langlebige Sommerdekoration.
 Auch Teelichgläser lassen sich mit Gerstenähren sommerlich dekorieren. Dazu muss man die Ähren knapp unter dem "Kopf" abschneiden. Die ursprüngliche Idee war es, ein Gummiband über das Teelichtglas zu stülpen und die Ähren darunter festzuklemmen. Leider hat das nicht so gut funktioniert, weil das Gummiband an dem konischen Glas immer wegflutschte, sobald ich zwei bis drei Ähren druntergeschoben habe.
 Die nächste Idee war, das Teelichtglas zunächst mit doppelseitigem Klebeband zu umwickeln, um die Ähren daran festzukleben. Auch das hat nicht wirklich funktioniert, weil die Ähren immer wieder abgefallen sind, sobald ich eine Handvoll angesetzt hatte.
 Schlussendlich habe ich die Ähren Stück für Stück an das Glas angesetzt und drumherum mit Tesafilm festgeklebt. Das sieht auf den ersten Blick nicht besonders dekorativ aus - hält aber.
 Damit man den Tesafilmstreifen nicht so sieht, habe ich ihn mit bunter Wolle breit umwickelt.
 Das Ende des Fadens steckt man einfach unter die übrigen Fäden, um es zu befestigen.
 Da die Teelichtgläser mit der gleichen Baumwolle umwickelt wurden wie die Ähren, passen sie als Tischdekoration ganz gut zueinander. Auch die quadaratischen Waschlappen wurden aus der gleichen Wolle gehäkelt. Sie dienen hier als Untersetzer.
 Und das Beste an dieser Dekoration ist: Sie hat mal wieder so gut wie nichts gekostet und ist daher ein weitere Anregung für meine Low-Budget-Rubrik.

Samstag, 22. Juli 2017

Dauerblüher und Selbstausäer

 Dieses Jahr ist ein wahres Stockrosenjahr. Wenn eine Pflanze wunderbar und dauerhaft bis zum Herbst blüht, dann die Stockrose. Durch Selbstaussaat hat sie sich ganz gut im Garten etabliert. Und zum Glück werden die Pflanzen von den Schnecken verschmäht, die uns diesen Sommer ganz extrem heimgesucht haben.
Inzwischen gibt es Stockrosen in ganz verschiedenen Farben in unserem Garten. Nur die schwarze Sorte ist leider verschwunden.
 Auch die Karden blühen recht üppig - so sehr, dass sie sich mit ihren vielen, schweren Köpfen zu Boden neigen. Die Schnecken mögen sie ebenfalls nicht, dafür aber umso mehr die Bienen und Hummeln. Auch Karden vermehren sich recht gut durch Selbstaussaat. Man muss ein wenig aufpassen, dass es nicht zu viele werden.

 Von den Dahlien hat es in diesem Sommer tatsächlich nur die rote Sorte geschafft. Die pinkfarbene, die ich jetzt schon so viele Jahre hatte, wurde radikal von den Schnecken gefressen. 
Farblich perfekt passen die Montbretien dazu. Ich hatte vor zwei Jahren einen ganzen Haufen an verschiedene Stellen gesetzt. So richtig gut sind sie nirgendwo gewachsen. Erstaunlicherweise sind in diesem Jahr aber diejenigen am besten ausgetrieben, die ich ins karge Beet unter die Schwarzkiefer gesetzt hatte. Hier wachsen übrigens auch die Karden am besten.
 Ebenfalls als Dauerblüher entpuppten sich die beiden Geranium nodosum, die ich im April unter die Quitte gepflanzt hatte.Sie blühen nun schon seit Anfang Juni unermüdlich. Besonders filigran sind ihre Samenstände.
 Ein anderer Dauerblüher ist das Geranium "Rozanne", dass ich im Frühjahr spontan an eine andere Stelle im Beet umgesetzt habe. Jetzt bekommt es etwas mehr Sonne ab und das scheint ihm zu gefallen.

Damit Rozanne und auch die Taglilien, die im Herbst 2016 neu ins Terrassenbeet kamen, etwas mehr Platz haben und mehr Sonne abbekommen, habe ich den Frauenmantel, der daneben wächst, zurückgeschnitten. Beim genauen Hinschauen treiben jedoch schon wieder die ersten Blätter aus. So wird sich hoffentlich die entstandene Lücke im Terrassenbeet bald wieder schließen. Damit sie nicht so auffällt, habe ich zwei Topfgeranien hineingestellt. Mit der Blüte scheint es in diesem Jahr bei den Taglilien nämlich noch nichts zu werden.